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Das ist wirklich geschehen. In Nürnberg- Katzwang

Pfingstsonntag. Gottesdienst in St. Marien, Nürnberg-Katzwang. Der Pfarrer predigt über die Bedeutung unseres Körpers für die Spiritualität.

Am Ende des Gottesdienstes singt die Gemeinde "Großer Gott wir loben Dich". Nicht die üblichen 4, 5 oder 6 Strophen, sondern nur die ersten zwei.

Die Orgel hört auf zu spielen. Der Pfarrer und die vier Ministrantinnen (!) bleiben stehen und ziehen nicht, wie gewohnt, während der letzten Strophe des Schlußgesangs aus.

Erste Verwunderung bei den Kirchenbesuchern.

Der Pfarrer, hinter dem Altar stehend, holt tief Luft und verkündet mit bedeutungsschwangerer Stimme, dass die kommende Woche eine sehr große Bedeutung habe.

Zweite Verwunderung bei den Kirchenbesuchern.

Ich überprüfe mein Gedächtnis. Wird der Papst etwas besonderes verkünden? Bekommt Eichstätt einen neuen Bischof? Heiratet der Pfarrer?

Nichts von alledem. Der Pfarrer verkündet mit erhobener Stimme, dass sich in der kommenden Woche entscheidet, ob "der Glubb" in die erste Bundesliga zurück kehrt, oder nicht.
Und er erinnert daran, dass die Kirchengemeinde vor dem Pokalsieg 2007 eine Fahne des 1. FCN (Glubb) bekam, diese vor der Kirche aufhängte, und "der Glubb" tatsächlich Pokalsieger wurde.

Bei den "Einheimischen" gab es keine Verwunderung mehr. Die wußten, worum es geht. Wir wunderten uns dagegen noch mehr.

Der Pfarrer verkündet nämlich, dass die Ministrantinnen jetzt diese Fahne holen werden, was die auch machten. Sie kamen aus Richtung Sakristei, jede Ministrantin hielt eine Ecke der Glubb-Fahne. Feierlich wird die ausgebreitete Fahne durch den Mittelgang zum Ausgang getragen. Der Pfarrer schreitet ebenso feierlich dahinter her.
Neben dem Kirchturm wird auf einen der dort stehenden Fahnenmasten die Glubb-Fahne feierlich nach oben gezogen. Und dort weht sie jetzt. Wahrscheinlich so lange, bis der Glubb wieder in der ersten Bundesliga spielt. Bei dem Beistand kann das sicher nicht mehr lange dauern. Wenn die Frankfurter mitmachen.

1.FCN

Im Vorbeigehen frage ich den Pfarrer: "Und was ist mit meinem VFB Stuttgart?" Seine Antwort war ein mitleidiges Lächeln. So verlasse ich den Gottesdienstbesuch ungetröstet.

Opa

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