So, heute wird die Sache zu Ende erzählt.

Wir wollten eigentlich noch die Geschichte des so genannten "Finals", also der Stelle, an der der Chache versteckt wurde, lesen. Das ist uns technisch nicht gelungen. Irgendjemand hat da den Daumen drauf. Elisabeth vielleicht?

Naja, auf jeden Fall konnten  wir an unserer Wehrkirche in Katzwang die nächsten Koordinaten errechnen. Bei Google-Maps ausprobiert, führten sie uns in eine sehr verdächtige Gegend. screenshot-2016-12-12-18-18-34Wir waren uns sofort einig: Das mußte einfach stimmen!

Wir planten also einen Ausflug nach Leinburg nach den Feiertagen. An Neujahr war die Gelegenheit für uns günstig. Wir starteten eine Anfrage bei Doris und Holger, ob die Chance besteht, nach der - hoffentlich erfolgreichen - Suche die kalten Knochen am Kachelofen aufzuwärmen. Ob unser Hinweis auf Weihnachtsplätzchen, die wir mitbringen würden, zur sofortigen Einladung führten, entzieht sich unserer Kenntnis, wir gehen aber davon aus, dass wir auch so willkommen waren.

Wir fuhren also zu den errechneten Koordinaten. Der Weg führte uns wenige Meter an Holgers Wohnung vorbei auf den Moritzberg. Dort kennen wir uns einigermaßen aus. Wir waren in den letzten Jahren mehrfach und zu jeder Jahreszeit dort, leider immer am falschen Tag. Das einladende Wanderlokal mit seinem herrlichen Biergarten war jedesmal geschlossen.

Ein Parkplatz, möglichst hoch, um unnötige Anstiege zu vermeiden, war schnell gefunden20170101_135115. Wir packten uns ordentlich ein, denn es war doch ganz schön winterlich kalt.
Interessant die Drohung im Hintergrund: Sollte die vom bayerischen König Horst (Seehofer) zunächst befürwortete, dann abgelehnte, parallel doch geplante Stromtrasse hier entlang führen, so informierten die Trassengegner, könne man von dieser Stelle aus nicht mehr los gehen.

Der Weg Richtung Zielkoordinaten kam uns ein wenig vor, wie der Kammweg im Teutoburger Wald. Zumindest pfiff der Wind genauso, wie dort, vergleichbar sind aber auch die schönen Ausblicke aufs Tal20170101_135513. Wir hatten richtig schönen Sonnenschein, der uns durch die laublosen Bäume hindurch ein klein wenig wärmend erreichte. An einer Weggabelung entschieden wir uns für den rechten Weg,20170101_135703 obwohl die Wanderzeichen nach links wiesen. 20170101_135300Das war gut so, wir kamen nämlich aus dem Wald heraus zu einer Bank, die einen herrlichen Blick auf Unterhaidelbach bot, Holgers Wohnort.

20170101_140044Von dieser Stelle aus mußten wir, glaubte man dem Kompaß, direkt auf das Cache-Versteck schauen20170101_135855. Es galt allerdings, zuerst ein Feld zu umgehen. Cacher schädigen Bauern genauso wenig, wie die Natur! Es muß sehr kalt gewesen sein in der Nacht zuvor. 20170101_140228Die Tannen hatten noch am frühen Nachmittag kräftig Reif auf den Ästen.

64 Meter vor dem angepeilten Ziel standen wir hier: "Privatgrundstück, Betreten verboten". 20170101_140352Naja, wir zeigen das nur der Vollständigkeit halber. 2 m weiter konnten wir über einen Waldweg auf das Versteck zugehen, ohne erkennbar Privatbesitz zu betreten. Nach Durchqueren des kleinen Waldstückes, in Waldrandnähe, bekamen wir einen Schreck. Ein Jägerstand! Snoopy wird doch hoffentlich nicht beim Wildern erwischt worden sein. 20170101_140518Obwohl, mit dem Wildern hatte er es eigentlich nicht so. Das war ihm zu mühsam. Der Futternapf war einfacher zu erreichen.

Für uns begann nun die Detailsuche. Laut GPS befanden wir uns in unmittelbarer Nähe des Finals. Am Jägerstand zu suchen, erübrigte sich. Da müßte der Jäger zustimmen, und die mögen Cacher nicht so besonders, weil sie vermuten, dass diese ihr Wild aufschrecken.

Wir schlichen von Baum zu Baum, schauten unten, schauten oben - und wurden relativ schnell fündig:

20170101_140937Mit der Erfahrung von 1382 gefundenen Geocaches (Stand 2.1.2017) erlauben wir uns folgendes Urteil:

Das ist eine sehr schöne Bastelarbeit, toll versteckt, in herrlicher Umgebung. Und der Cache genießt auch noch eine gute Aussicht:

20170101_141333Mit unserem Cacher-Erfolgserlebnis fuhren wir in Richtung des wärmenden Kachelofens, nicht ohne unterwegs noch GC5GA93, den Cache "Reichsautobahn 86 - Behlengraben" zu suchen und als ersten - offiziellen - Cache im Jahre 2017 zu finden. Die Geschichte der Reichsautobahn 86 wäre erzählenswert. Aber das machen wir vielleicht ein andermal.20170101_14481520170101_144623

Am wärmenden Kachelofen in Leinburg gab es kühlenden Sekt zur Begrüssung des Neuen Jahres, leckeren Apfelkuchen, Kaffee und nette Gespräche mit Doris, Holger, Gertraud und Karl (den Eltern von Doris).

Der schöne Nachmittag wurde abgerundet mit einem ökumenischen Gottesdienst zum Neuen Jahr, der - das fanden wir sehr interessant - in der Evangelischen Kirche von Leinburg begann und nach einem Spaziergang durch das Dorf in der Katholischen Kirche endete.

Noch einmal zum Multi-Geocache "Snoopyle".

Der Weg von Katzwang nach Leinburg ist ziemlich weit:

screenshot-2017-01-02-19-08-42Wir haben Zweifel, ob ein Multi-Geocache über so weite Entfernungen gehen darf. Am 7.1.2017 werden wir bei einem Cacher-Event in Pruppach bedeutende Cache-Besitzer treffen und danach fragen.

Auf jeden Fall wollen wir den Cache-Fundort in Leinburg behalten. Diese Stelle ist zu schön. Dann müssen wir halt um Leinburg herum noch ein paar Stationen finden. Das dürfte nicht allzu schwer sein.

Wir bedanken uns bei allen Aktivisten, die an dieser wunderbaren Idee mitgewirkt haben. Das war wirklich ein tolles Geburtstagsgeschenk. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht.

Schade nur, dass wir ihn nicht gefunden haben:

19790400snoopy

Heute haben wir uns, quasi als Jahresabschluß, einen besonders schwierigen Cache ausgesucht. Schaut ihn Euch einmal an, und überlegt, ob der überhaupt zu machen ist:

20161230_154545Dieser alte Baumstumpf birgt ein Geheimnis, wenn man ihn hoch hebt. 20161230_154531Ein weißer Plastikdeckel liegt auf dem Boden. Nimmt man den Deckel weg, zeigt sich etwas neues. 20161230_154522Ein Rohr im Rohr, scheinbar mit einem Schraubverschluß oben.

Zieht man dieses Rohr heraus, zeigt sich folgendes Bild: 20161230_154511Öffnet man diese Dose, die keinen Schraubverschluß hat, sondern eine Art Korken, kommt überraschendes zutage. 20161230_154229Eine Flasche, aus der ein Holzstab herausschaut. Im unteren Teil des Holzes ist eine Schraube mit Mutter angebracht, die offenkundig verhindert, dass man das Holz aus der Flasche ziehen kann.

Daneben liegt in der Flasche ein knochenförmiges Metallteil20161230_154243, das nach unserer (später bestätigten) Vermutung das begehrte Logbuch enthält, wenn man auf einer Seite einen Deckel abschraubt. Dieses Teil muß man aber vorher aus der Flasche bekommen.

Wir haben den Cache geloggt. Wie, verraten wir nicht  🙂

Durch - natürlich - einen Geocache wurden wir auf eine Skulpturenausstellung direkt neben der B 2 zwischen Schwabachund Weissenburg aufmerksam.20161229_140421

Uns haben die Skulpturen sehr gefallen. Schaut sie Euch einmal an:

 

Liebe Enkelkinder: Da wäre uns sicher einiges eingefallen, denken wir.

Eigentlich wollten wir heute, am 19. Dezember 2016, einem nebeligen, unfreundlichen Tag, nur für das große Weihnachtsessen am 26.12. einkaufen. Nach dem einkaufen schien aber einigermaßen überraschend die Sonne. Spontan entschlossen wir uns, einen kurzen Spaziergang zu unternehmen. Und wenn wir schon spazieren gehen, wäre ein kleiner Cache auch nicht schlecht.

Gesagt, getan, ein unentdeckter Cache war tatsächlich in der Nähe von Katzwang noch zu finden (:-)), und wir stellten den Corsa auf einem Waldparkplatz nahe Wendelstein ab. Wir waren in dieser Gegend früher schon einmal unterwegs. Jetzt gingen wir auf einem anderen Weg und wurden von einem herrlichen Wald mit kleinen Schluchten, kleinen Seen und Steinbrüchen überrascht. Schön war es.

Ja, und dann kamen wir an die Stelle, an der unser Cache versteckt sein sollte:

img_1292Laut Hinweis "hinten" "unten". Der Opa stürmte natürlich sofort vornweg und versuchte "nach hinten unten" zu gelangen. Er schaffte es - nicht -. Weder frontal, noch seitlich oder rückwärts, nicht mit dem Kopf zuerst, auch nicht mit den Füßen. Da war guter Rat teuer. Naja, so teuer dann auch wieder nicht, die Lösung lag ja auf der Hand:

img_1293 img_1294 img_1295 img_1296 img_1297 img_1298 img_1299

Und hier ist unser Eintrag ins Logbuch:

Das ist wirklich eine wunderschöne Gegend zum spazieren gehen. So erwartet man die Landschaft dort eigentlich nicht. Es hat uns Spaß gemacht. Der leicht übergewichtige Fahrer vom Büsle hätte den Cache allerdings nicht loggen können, hätte er seine wesentlich besser geeignete Beifahrerin nicht dabei gehabt. Danke fürs verstecken. Für uns ist dieser Cache ab sofort ein Favorit.

Der Fotograf bittet die schlechte Qualität der Bilder zu entschuldigen. Es mußte einfach schnell gehen. Und noch eins: Der Eingang führt in den Bierkeller eines Gasthauses, das früher mitten im Wald stand.

Nach einem sehr schwierigen Examen in Sachen Geocaching bei der wunderbaren Geburtstagsfeier in Heitersheim 20160723_191049bekamen wir ein Geburtstagsgeschenk, über das wir uns sehr gefreut haben:

Wir bekamen von unseren Söhnen und Enkeln den ersten Cache geschenkt, den wir selbst für andere Cacher legen können - falls wir ihn finden. Das ganze nach (Stand heute) 1360 gefundenen Caches seit dem Beginn dieser durch Armin erzeugten Leidenschaft am 14.8.2014. Gefunden in neun europäischen Ländern (D, CH, F, A, SLO, E, B, NL, L) und in den Vereinigten Staaten, gefunden vom Team "astonee" und "Buessle"img_0524.

Es hat relativ lange gedauert, bis wir mit der Suche nach "Snoopyle" beginnen konnten. Heute, am 12.12.2016, war es so weit. Wir konnten auf die nötigen Informationen aus dem Internet zurück greifen und mit der Suche beginnen.

Die ersten Koordinaten wurden uns freundlicherweise zusammen mit einer spannenden Geschichte vorgegeben:

Snoopy sucht seine Hundehütte

Stage 1

Wie alle Peanuts-Freunde wissen, hat Snoopy eine besondere Beziehung zu seiner Hundehütte – sie ist seine Heimat und Wohnung; sie ist sein Büro, „auf“ dem er Bücher und Briefe schreibt; sie ist sein Flugzeug, das er als Flug-Ass im ersten Weltkrieg heroisch fliegt, um den Roten Baron zu bekämpfen; Snoopys Hundhütte ist verloren gegangen! Wir müssen sie finden.

Zunächst sollte Snoopy mit seinem Freund Woodstock sprechen, den er an den ersten Koordinaten zu finden erhofft. Vielleicht hat dieser ja eine Idee, zumindest hat er ihm das zuletzt stenographiert: „‘‘‘ ‚ ‚‘ ‚‘‘ ‚‘‚‘“!

Also gehst Du jetzt zu den folgenden Koordinaten und suchst nach Hinweisen.

49° 25.327' N / 011° 02.735' O

Diese Koordinaten zu finden, war für die 1360fach gestählten Geocacher kein Problem. Google maps ist da sehr auskunftsfreudig.screenshot-2016-12-12-17-09-14

Heute, am 12. 12. 2016 begaben wir uns zu den Koordinaten und trafen - nicht mehr ganz überraschend auf bekanntes Terrain.
Vor Ort fanden wir aber dann doch erstaunliches: Eine "nackte" Doppelhaushälfte ohne Vorgarten, stattdessen mit zwei Autos.

Doch vor "dem Vergnügen" stand harte Arbeit: Wir mußten den Gipfel des Schweinauer Buck besteigen20161212_133509. Mit einigen Pausen gelang uns das auch. Kleine Hinweise und sehr genaue Koordinaten erleichterten uns das Finden der nächsten Information. 20161212_134112Zielstrebig gingen wir die Suche an und fanden unter Hoher Spannung die Hochspannung und an dieser Stelle auch den versprochenen Hinweis. Gesucht war der Namen eines Artgenossen von Woodstock in nicht ganz korrektor Schreibweise. Wir fanden den Geyer, der uns hervorragend weiter half. Wir bekamen die Werte von A: 5 und von B: 25.20161212_134615
Noch vor Ort rechneten wir. Auch das gelang uns 20161212_134435, dank zarter Hinweise relativ gut (Zitat):  "Denke daran, dass Du in der Schule die Punkt-vor-Strich-Regel gelernt hast!"  Den Insidern unter den geneigten Lesern muß das sicher nicht erläutert werden, die anderen können sich denken, was gemeint ist. Hier ist eine kleine Hilfestellung:
Die aus dieser Formel
((2*B-1)° (B-A).(4*B-4)(A)' N / 0(2*A+1)° 0(A-2).(A+B+1)(A+3)' O) errechneten Koordinaten erklären das obige Zitat, sie führten uns aber dank mehrerer eindringlicher Belehrungen in der Vergangenheit letztlich zur nächsten Stage. Die Belehrungen waren nötig, weil wir in der Schule eben nicht so gut aufgepasst haben.

Zuvor mußten wir aber wieder vom Schweinauer Buck absteigen. Wir wählten den direkten Weg.20161212_140802 20161212_140634

Bei der nächsten Station wurde es uns sofort noch heimatlicher zumute, als auf dem Schweinebuck. Wir landeten - noch einmal sei Google-Maps bemüht, screenshot-2016-12-12-17-50-32an einer sehr prominenten Stelle in Nürnberg-Katzwang, an der Wehrkirche. 20161212_155726Und dort begann eine mühsame Suche nach einer Tafel, die etwas über den Ausbau eines Dachgeschosses erklärte und eine Zahl, die damit im Zusammenhang stehen sollte. Die Koordinaten waren nicht so eindeutig, wie auf dem Schweinauer Buck. Und Informationstafeln gibt es an dieser berühmten Stelle viele. Aber letztlich konnte sich die richtige Tafel nicht mehr vor uns verstecken20161212_155244. Damit begann aber das nächste Problem. Auf dieser Tafel standen mehrere Zahlen. Welches war die richtige? Wir entschieden uns nach einigen Fehlversuchen für 1370.  Diese Zahl lieferte uns die Werte zu C (1), D (3), E (7) und F (0)

Die Wehrkirche hatte uns bei einem früheren Cache erhebliche Kopfschmerzen bereitet. (Für Insider: GC3V8NZ).
Wir sollten damals, um diesen Cache zu finden, Treppen zählen und lernten erst nach vielen Umwegen, dass die oberste Stufe auch dazu zählt. Heute war unser Besuch der Wehrkirche in Sachen Geocaching doppelt nützlich. Unser damals gefundener Cache befand sich nämlich nicht mehr dort, wo er sein sollte, gut versteckt unter diesem Vordach auf der Rückseite der Kirche. Normalerweise war er dort, an einer Kette hängend20161212_15541420161212_155512, gut zwischen Dach und Fenster versteckt. Die Kette war losgerissen und er lag auf dem Dach. Wir konnten den Owner informieren, dass hier Reparaturarbeiten nötig sind.

Ja, und dann kam wieder die Rechenaufgabe.

49° (2*C)(E).(C+E)(2*B-A)' N / (F)(C+D+E)° (C)(D+E-C).(C+E)(A+B+C)' O

Punkt vor Strich und so. Wir haben sie - nach unserer Auffassung - richtig gelöst, können sie aber nicht so in die Aufgabe einarbeiten, dass wir das nächste Level erreichen. Da müssen wir den Experten befragen.

Die neuen Koordinaten glauben wir aber richtig errechnet zu haben. Man sehe und staune, da könnte echt etwas dran sein. Schaun wir mal.

screenshot-2016-12-12-18-18-34Zum zweiten Teil der Cache-Suche 20170101_140044

Der Polizeichor Nürnberg wurde vom Polizeipräsidium Mittelfranken gebeten, an der Trauerfeier für einen SEK-Beamten mitzuwirken, der von einem Straftäter in Ausübung seines Dienstes getötet wurde.

Bedingt durch Krankheit, Urlaub und aus vielen anderen Gründen hatten wir es schwer, Sänger in ausreichender Zahl zusammen zu bringen. Und das bei einem so bedeutsamen Anlass.

Ich hatte unter anderem die Idee, bei Kilian anzufragen, und bekam sofort eine Zusage. Nicht genug damit, Kilian fragte bei Andreas Hofmann nach, der auch sofort bereit war, auszuhelfen.

Ich begann sofort, nach einer Uniform für die Beiden zu fahnden. Das war gar nicht so einfach. Die gängigen Größen im Polizeichor entsprachen so gar nicht der Konfektionsgröße von Andreas und Kilian. Glücklicherweise hatte mein Sangesfreund Hans Steinmüller, der eine riesige Sammlung von - meistens historischen - Uniformen besitzt, auch zwei schlanke Größen der aktuellen Uniform vorrätig. Die passenden Dienstgradabzeichen (Lyra) konnten auch noch organisiert werden.

Kurz vor unserem Auftritt wurden die Beiden (amtsdeutsch) "eingekleidet".img_1123 Sie erregten natürlich sofort Aufsehen. So junge Sänger im alten Polizeichor sind bedauerlicherweise  absolut nicht alltäglich.

Leider gibt es nicht viel Bilder von unserem Auftritt. Aus verständlichen Gründen sollte nicht fotografiert werden. Zwei Bilder haben wir dennoch heimlich - vor - Beginn des Gottesdienstes bei der Stellprobe in der Kirche aufgenommen:

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Ich schaue ja auf dem Bild ein wenig verkniffen. Auch mein Sangesfreund auf dem linken Bild scheint nicht gerade glücklich zu sein. Und vielleicht hätte sich Kilian auch setzen sollen, damit wir auf einer Höhe sind. Trotz allem: Ich freue mich sehr über diese Bilder.

Ich hatte den Beiden ein paar Tage vor dem Auftritt die Noten der Musikstücke, die wir singen wollten, zugeschickt. Andreas und Kilian sind bekannterweise hervorragende Sänger. Sie fanden sich ohne Probleme in die Stücke hinein, und sie hatten auch überhaupt keine Probleme, in dem ihnen fremden Chor mitzusingen, auch in der Stimmlage des zweiten Tenors.

Ich durfte viele Komplimente für meinen Enkelsohn entgegen nehmen. Übrigens auch für Holger, der bei diesem Gottesdienst als Leiter der Spezialeinheiten und Chef des getöteten Polizeibeamten, eine wichtige Rolle spielte.
Sicher kann sich jeder vorstellen, wie stolz ich  war, und wie froh, dass ich bei diesem wichtigen Anlass für die Nürnberger Polizei dabei sein konnte und durfte.

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Sei abschließend noch erwähnt, dass Andreas und Kilian als Sänger von REChord, dem Jugendchor aus Eibach, den Dorle dirigiert, zusammen mit ihrem Chor das traditionelle Weihnachtskonzert des Polizeichors in der Friedenskirche in Nürnberg mit gestalten.

Opa

Ein Kindheitstraum ging für mich in Erfüllung. Indianer, Cowboys, die weite Prärie, Büffelherden, wilde Pferde, Goldgräber, Grislybären, Trapper - Rocky Mountains: Alles Bilder meiner Kindheit und Jugend, die auch noch durch das Lesen fast aller Karl-May-Bücher genährt wurden.

Nicht zuletzt auch die Erinnerung an die Abende in der Küche unserer Wohnung in Bamberg, wo meine Mutter uns in Ermangelung eines Radios oder Fernsehgerätes aus Büchern vorgelesen hat, die den Wilden Westen beschrieben und verklärten. Die Bücher wurden seinerzeit für 10 Pfennige aus der Katholischen Bücherei ausgeliehen.

Mein Traum war bis heute, dass ich einmal die Schauplätze der Geschichten im Original sehen könnte. Leider hat mein Mann Flugangst, so dass sich dieser Traum nur einmal andeutungsweise erfüllen konnte. In Südspanien, wo in entsprechender Umgebung die Kulisse für einen Film aufgebaut wurde. Dort haben wir 1971 eine "echte" Westernstadt erlebt.

Im Dezember 2015 überraschte mich Armin mit dem Angebot, mit mir nach Nordamerika zu fliegen. Ich war überwältigt, konnte es kaum glauben, sagte aber sofort zu, ohne lange zu überlegen.

Die Vorbereitung der Reise übernahmen Armin und Wolfgang. Unser wichtigster Entschluß war, dass wir die Reise mit einem Wohnmobil machen wollten.

Nach unserer Reise ging es mir leider nicht allzu gut. Zusätzlich zu meinen allgemeinen Beschwerden (von denen ich in Amerika fast nichts bemerkte), bekam ich eine Erkältung, die bis heute noch nicht ganz ausgeheilt ist.
Deshalb beginne ich erst jetzt damit, Euch meine Geschichte nach und nach in Etappen zu erzählen. Wir haben sehr viel fotografiert und es fällt mir sehr schwer, Bilder auszusortieren. Alle auf einmal zu zeigen, wäre sicher zu lang.

Am 12. September wurde mein Traum Wirklichkeit. Ich traf mich mit Armin in Frankfurt am Main und bestieg dort mit ihm ein Flugzeug nach Paris.

img_0063 Den kurzen, schönen und angenehmen Flug von Frankfurt nach Paris unterschlage ich und beginne meinen Reisebericht mit dem Start unseres Flugzeuges von Paris nach Seattle.

Wir schauten auf die französische Kanalküste. Leider konnten wir London, das wir überflogen, wegen Wolken nicht sehen.

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Wir sahen auch nicht viel von der Landschaft, über die wir danach flogen.  (Z.B. Island und Grönland). Die Fenster mußten verdunkelt werden, damit die Fluggäste schlafen konnten.

Der Flug war sehr ruhig, und über dem nordamerikanischen Festland durften die Vorhänge wieder geöffnet werden.

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img_0101Anflug auf Seattleimg_0103

Ich war und bin auch heute noch total begeistert. Der tolle Flug über den Atlantik, alles ruhig und glatt, der Service, Armin, der alles im Griff hat, die Stadt, so etwas sah ich bisher nicht.

Ich sah phantastische Hochhäuser, die Space Needle mit dem dazu gehörenden Weltausstellungsgelände, den Hafen, und alles von der Sonne überflutet.

Unsere Übernachtung befand sich in einem Hotel, mitten in der Stadt. Wir erreichten das Hotel von der Metro-Haltestelle aus zu Fuß. Jeder hatte sein Zimmer, ich fiel nach 25 wachen Stunden wie tot ins Bett und schlief fast 12 Stunden tief und fest.

 

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Wir haben  "unser" Wohnmobil übernommen und waren richtig damit zufrieden.
Nach der englischen Einweisung kam von Armin die deutsche - für mich.

img_0120-2Mit einem Foto von  Eilan auf der Rückseite des Wohnmobils konnte uns nichts passieren.

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Jetzt noch in den Supermarkt und das nötigste für den Kühlschrank und unsere sonstigen Bedürfnisse eingekauft, dann konnte unser großes Abenteuer weitergehen, das ja schon in Frankfurt am Main begonnen hatte.

img_0118                      img_0115

Unsere erste Nacht verbrachten wir an einem See in der Nähe vom Nationalpark Mount Rainier.
Unser Stellplatz verfügte über einen eigenen Wasser-, Strom- und Abwasseranschluß. Außerdem standen uns eine Sitzgelegenheit und eine Feuerstelle zur Verfügung.
Das sollte sich dann auf allen Campingplätzen wiederholen.

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Wir verlassen unseren ersten Übernachtungsplatz dsc_0702und haben zwei wunderschöne Tage vor uns.

Den  4387 m hohen und größten Berg des Ring of Fires in Washington, den Mount Rainier, den wir fast umrundet haben.

Ein grandioser Naturpark mit Wäldern, die aus kerzengerade gewachsenen riesigen Douglas-, Hamlock- und Pacifik-Silber-Tannen und natürlich auch vereinzelten Laubbäumen bestehen. Das ganze an steilsten Hängen.

img_0152Leider lief uns kein Bär auf unserem kurzen Tripp über den Weg, dafür jedoch zwei Mal eine kleine Rentierherde beim ausgezeichneten Hühnchenvesper.dsc_0793

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Unsere erste Tankstelle mit einem Mega-Holztransporter war mir dieses Foto wert. Wer genau hinschaut, erkennt auf dem rechten Bild, dass da ein Angänger kam, der noch einmal genauso lang gewesen ist, wie die Zugmaschine.

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Natürlich mußte bei mir das Tagebuch ordentlich geführt werden, während Armin jeden Abend den nächsten Tag "planierte".

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Wir übernachten wieder an einem traumhaft schönen See,

dsc_0804-dsc_0816bevor wir zu unserem nächsten Highlight kommen:
Dem Nationalpark um den Mt. St. Helenes.

Der Vulkan ist zuletzt am 18.5.1980 ausgebrochen! Die Landschaft ist teilweise mondähnlich und mit Lavaasche übersät. Dazwischen liegen Felsbrocken.

dsc_0839Besonders markant sind diese einzelnen in den Himmel ragenden riesigen Baumstämme, die wie Zeiger aus einer anderen Welt erscheinen.

dsc_0919 dsc_0937Der Mount Saint Helens selbst ist immer noch gewaltig, obwohl nach dem Ausbruch 400 m vom Gipfel (Summit) verschwunden sind.

Aus dem dadurch entstandenen Krater steigen auch heute noch vereinzelte Rauchwolken auf. Ein unglaubliches Erlebnis!

Gleichzeitig riss der Vulkanausbruch Millionen Bäume in den "Lake of Spirit", so dass dessen Wasserspiegel um einige Meter gehoben wurde. Die Bäume schwimmen heute noch wie ein Teppich auf dem See und bilden sogar vereinzelt kleine Inseln.

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Am See war vor dem Ausbruch eine riesige Ferienanlage für (sehr) reiche Menschen. Die Häuser dieser Anlage waren nach dem Ausbruch samt und sonders verschwunden.

Armin unternahm vom Parkplatz aus

dsc_0924eine Wanderung nach oben und machte von dort aus die folgenden wunderschönen Aufnahmen:

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dsc_0915Wir gönnen uns ein kurzes Vesper mit Blick auf drei Vulkane: Mt. Adam und Mt. Hood und Mt. St. Helens.

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Dann fahren wieder zurück durch eine herrliche Landschaft auf einer "Curly Road" nach Combra  zum Columbia River und an ihm entlang mit tollen Felsbarrieren nach Carson,  und an ihm entlang mit tollen Felsbarrieren nach White Salmon.

 

Wir bekommen keinen Platz auf dem Camp und fahren zurück in die Natur. Wir haben eine gute Nacht in Timberlake  - und einen  Cache am Morgen.

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Wir fahren wieder an den Columbia-River und sehen einen Güterzug mit 115 Waggons und 3 Loks neben uns. Was die wohl transportieren? Leichen aus Kanada von Gabriel Burns? Leider gibt es davon kein Bild.

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Die Fotos wurden im Staat Washington aufgenommen, die gegenüberliegende Flußseite gehört zu Idaho.

So wie auf diesem Bild, begleitete uns Trump durch den gesamten Staat.  Das war aber auch das einzige, was in dieser herrlichen Landschaft störte. Von Hillary haben wir übrigens nichts gesehen.dsc_0965

dsc_0959  dsc_0960 dsc_0966

Bei Maryhill sind wir auf die "Höhe" abgebogen. Es war wie Prärie, allerdings ohne Kühe, wir sahen nur vereinzelt Pferde. Die Landschaft war ohne große Vegetation. Dafür sahen wir auf dem uns zur Rechten hinziehenden Kamm unglaublich viel Windräder Die Amerikaner scheinen ökologisch doch hinzu gelernt zu haben.

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Vor Toppenich fahren wir durch fruchtbare Felder mit Wasserdurchläufen und sehen wahrscheinlich genmanipulierten Mais, Hopfen und tolle Weinfelder.

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Wir befinden uns im indianischen Yalimaland, in dem noch die Gesetze der Stämme gelten. Das merkten wir beim Tanken. Der Sprit war sehr billig. 1 Gallone Diesel (3,785411784 l) bekamen wir für Dollar 2,47.  Bei uns würde das 4,121  € kosten (Stand: 21.10.2016). Man darf aber nicht vergessen, dass unser rollendes Einfamilienhaus mindestens doppelt so viel Sprit benötigt, wie das Büsle. Die Menschen im Supermarkt hatten größtenteils typisch indianische Gesichtszüge.

Auf der Interstate 82 ging es Richtung Richland an Weinfeldern und Tumbler weeds, die über die Straße flogen, vorbei.

Wir fuhren einen Umweg, weil wir bei "best by"  einen ziemlich teueren Akku für meinen neuen Foto kaufen mußten. Das Original lag - in der Rossinistrasse. Hier ist man halt fast im Niemandsland und da ist nicht überall ein Mediamarkt!

img_0222Wir waren nach wie vor auf der Interstate 82, die historisch gesehen den Spuren von Lewis und Clark folgt, zwei Trappern, die im 18. Jahrhundert den Grundstein für diese Region legten.

Die gelben Schulbusse sind überall präsent, und man kann sich vorstellen, dass viele Schüler ihren Schlaf am Morgen im Omnibus nachholen, und am Nachmittag auf der Reise ihre Hausaufgaben erledigen.

Pomeroy war endlich einmal ein Ort, durch den wir bummeln und den wir besichtigen konnten. Sonst bestanden die Orte mehr oder weniger aus zusammen gewürfelten Ansiedelungen mit riesigen Getreidesilos. Es ergab sich vor allem auch die Gelegenheit, ein richtig schönes Hemd für Wolfgang als Souvenir zu kaufen.

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Armin lernte eine sympathische 80-jährige Frau kennen und erfuhr bei der Gelegenheit sehr viel über den Ort und das amerikanische Gesundheitssystem.

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Der schöne Hund im Kofferraum hat natürlich sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

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Nach Richland überquerten wir den Yakima und kamen über eine wahnsinnige Brücke wieder an den Columbia. Er hatte Seen an seiner Seite und später überquerten wir ihn  auf so einer Brücke noch einmal.

Weinanbau soweit das Auge reichte: "Red Mounten" Winzer in gehörigem Abstand mit "taste it" (wir natürlich nicht!).

Auf den Höhen zu unserer rechten so viele Windräder, wie noch nie gesehen! Wir dachten bisher immer, dass es nirgends so viele Windräder auf einem Platz gibt, wie bei Paderborn in Westfalen.

Der Columbia bog rechts in seine Felsenlandschaft wieder ein und bei uns ging es auf der East 12 weiter nach Walla Walla zu unserem Campingplatz. Ein angedachter Stadtspaziergang entfiel, denn wir waren an der Peripherie. Dafür gingen wir später auf Cachesuche, doch die aufkommende Dunkelheit und das Umfeld machten uns einen Strich durch die Rechnung. Später spielten wir noch Karten. Ich verlor nicht!

Aus dem geschichtsträchtigen Walla Walla, ein Weißer Namens Whitmann wollte hier die Indianer missionieren (ihm wird sich in der Historie wohlwollend erinnert) und kam dabei um-Kämpfe am laufenden Band!