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Meine Reise nach Fulda, (Teil 3)

Bummel durch schöne Orte im Elsass

Eguisheim

Mehrmals unternahmen wir unsere Vogesen-Wanderungen von dem wirklich schönen Ort Eguisheim aus. Damals war der Ort noch ein wenig verschlafen. Heute "wälzen" sich Touristenströme aus aller Herren Länder durch die engen Straßen.
Ich schimpfe nicht darüber, schließlich war ich einer davon.

Viele Häuser wurden liebevoll renoviert. Manchmal weiß man nicht, wohin man schauen soll.

Es gibt sehr wenig Dinge, die in meinem neuen Leben besser sind, als es im Alten war. Dazu gehört der enorme Zeitgewinn beim Bummel durch einen Ort. Kein Kleiderständer auf dem Gehweg, keine Schuh-Sonderangebote verzögern das Vorankommen :-). Und es gibt kein Drängeln, wenn die Suche nach einem Geocache etwas länger dauert.

Kaysersberg

Diesen Ort muss man einfach besucht haben. Ich hoffe, meine Bilder können das bestätigen.

Held meiner Jugend

Für Jüngere Leser. Albert Schweitzer war ein studierter Arzt, Organist und Theologe. Als solcher ging er nach Lambarene in Zentralafrika und wirkte dort als "Urwalddoktor". Er wurde weltberühmt, als ihm der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Wir haben uns im CVJM intensiv mit seinem Wirken beschäftigt.

Ich kam am späten Nachmittag in Kaysersberg an. Ein riesiger Parkplatz, voll mit Wohnmobilen, ließ eigentlich keinen Platz für Luxus. Den habe ich aber auch nicht gesucht. Was ich haben wollte, war ein feines Abendessen in einem der vielen Restaurants im Ort.
Ich wurde fündig. Es gab ein Kartoffelgericht mit würziger Wurst, Schinken und einem Spiegelei oben drauf. Dazu ein Pichet Elsässer Pinot Noir. Beides hat mir vorzüglich geschmeckt.

Am Nachbartisch speiste ein Niederländisches Paar, mit dem ich eine wunderbare Unterhaltung führte. Ein richtig gelungener Abend.

Was Kaysersberg auf den ersten Blick beherrscht, ist des Kaisers Burg.

Ein reizvoller Geocache "zwang" mich zum Aufstieg. Der sich aber voll lohnte. Kaysersberg liegt strategisch günstig am Beginn eines Vogesentales, das in die Rheinebene mündet. Deshalb war der damalige Kaiser sehr an diesem Ort interessiert.

Zunächst aber ein Blick in die Umgebung:

Der obligatorische Bummel durch den Ort.

Ribeauville

Der Camping Municipal in Ribeauville lag vor 40 Jahren genau neben dem Sportplatz. Für unsere beiden Söhne war das die ideale Kombination.

Einer von den Beiden fragte stets schon nach kurzer Zeit Wanderung: "Wie weit ist es noch?". Das hielt ihn genau so wenig wie seinen älteren Bruder davon ab, nach der Rückkehr von der Wanderung wie ein wilder auf dem Sportplatz herum zu rennen.

Später bekam "der eine von Beiden" von seinem Onkel auf seine Frage lapidar die Antwort: "Die Häfte hammer". Erstaunlicherweise war er damit zufrieden.

"Der Onkel" mit Snoopy, unserem ersten Hund.

Für Ribeauville gilt dasselbe, wie für Eguisheim. Der Ort war für uns Ausgangspunkt zahlreicher Vogesen-Wanderungen. Ein hübscher Ort, der heute wegen seiner idyllischen Gassen und schön renovierten Häuser ein großer Touristenmagnet ist.

Unsere knappe Kasse erlaubte damals keine besonderen Ausgaben. Für Baguette, Croissants, Rotwein, einen Roti de Porc und noch etwas, das ich verschämt verschweige, reichten die Franc allerdings immer.


Und, was noch wichtiger war, eine Einkehr in einer der "Ferme-Auberges" in den Vogesen, Bauernhöfe, die ihre Produkte anboten. Die Kosten dafür waren vom schmalen Budget gerade auch noch gedeckt. Heute sind die Fermes allerdings überwiegend mondäne Restaurants.

Gefehlt hat uns, trotzdem nichts. Die herrliche Landschaft bot uns Natur pur, und das nutzen wir nach Kräften aus.

Natürlich haben wir diese drei Burgen im Laufe der Zeit mehrfach erwandert. Meinem Alter entsprechend begnügte ich mich allerdings damit, sie von unten anzuschauen. Auch das war nicht schlecht!

Ribeauville ist Stadt der Minnesänger, auch Pfeifer oder im Dialekt "Pfiffer" genannt. Ihnen zu Ehren wird regelmäßig ein riesiges Volksfest gefeiert.

Natürlich beherrscht vor allem der Weinbau den Ort.

Und das ist das Ergebnis. In Nostalgie schwimmend, wollte ich auf unserem "Municipal"-Camping übernachten. Da war nichts zu machen! Auch der örtliche Wohnmobilstellplatz war vollständig belegt.

Mir blieb nichts anderes übrig, als weiter zu fahren. Aber, wie so oft, war das nicht das Schlechteste.

Chatenois

In Chatenois fand ich einen kleinen Wohnmobilstellplatz für 7 Wohnmobile in einer Nebenstrasse, mitten im Ort. Der letzte freie Platz war meiner. Absolut ruhig gelegen, und - was für einen, der auf Campingplätze normalerweise verzichtet - mit einer blitzblank sauberen Toilette.

Noch etwas: Die Übernachtung hat mich nichts gekostet.

Natürlich begab ich mich am nächsten Tag auf Erkundung, und wurde nicht enttäuscht. Wieder ein richtig schöner Elsässer Ort.

Mein Geocaching hat mich zu diesem interessanten Ort geführt. Die kleine Hütte ist "tiefer gelegt" und beherbergt die frühere Wasserversorgung des Ortes. Das Bild mit der Treppe zeigt die aktuelle Version.

Während meiner Cache-Suche kam ein älteres Paar dazu. Einwohner von Rebeauville, die glücklicherweise richtig gut deutsch sprachen. So konnten wir uns verständigen.

Sie erzählten mir, dass praktisch durch das Wasserhäuschen die Grenze zwischen den Departements "Haute Rhin" und "Bas Rhin" führt, die das Elsass bilden.

Damit endet mein Bericht über das Elsass.

Wer weiterlesen möchte: Meine Reise nach Fulda, (Teil 4)

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