Meinem Plan folgend musste ich mich vom wunderbaren Elsass trennen und weiter nach Norden fahren. Schon seit längerer Zeit hatte ich Lust, wieder einmal in die Pfalz zu fahren. Ermutigt wurde ich durch den Rat zwei meiner Skatbrüder.
Einer von den Beiden empfahl mir wärmstens den Ort Rhoth unter Riedburg. Dort hin fuhr ich. Wieder hatte ich Glück und konnte auf dem örtlichen Wohnmobilstellplatz den letzten freien Platz ergattern. Direkt an den Reben gelegen. Zwar auch ohne Komfort, aber - wie gesagt - den brauch ich nicht. Auch hier hatte ich ein schönes Abendessen vor Augen.
Zuvor hatte ich einen Härtetest zu bewältigen. Ich stellte fest, dass meine Trinkwasservorräte erschöpft sind. Bei ca. 30 ° war das keine gute Situation. Also, zu Fuß in den zwei Kilometer entfernten Supermarkt in Edesheim. Durch die Weinfelder. Kein Schatten. Schon auf dem Hinweg eine schweißtreibende Angelegenheit.
Auf dem Rückweg war das Gewicht spürbar erhöht. Neben Mineralwasser waren noch wunderbare, süße Zwetschgen in der Tasche, die ich bei einer überaus freundlichen Bäuerin am Wegrand erworben hatte.

Zu Holgers große Freude gab es für den anstrengenden Einkaufs-Marsch im Weinland Pfalz ein Leinburger Hell zur Belohnung. Wie nötig das war, zeigt sich an der Bildschärfe.
Dann wurde die zweite "Belohnung" vorbereitet. Mit Hilfe von Frau Google suchte ich mir für das Abendessen die Weinstube "Alte Schmiede" aus. Das war eine sehr gute Entscheidung.
Eine Hofeinfahrt war zu einem mit Weinreben überdachten "Weingarten" gemacht worden. Leider waren alle Plätze reserviert. Eine überaus freundliche Bedienung bot mir unter Bedauern einen Platz im Lokal an. Mein Appetit nahm diese Einschränkung in Kauf.
Plötzlich fiel ihr ein, dass ein reservierter Platz erst 1 1/2 Stunden später benötigt wurde. Sie bot mir - sichtlich erfreut - diesen Platz an. Auch ich war sichtlich erfreut.
Von der freundlichen Bedienung ließ ich mich beraten. Hier ist das Ergebnis der Beratung:

Im Glas ein "Morio-Muskat". Diesen Namen hatte ich noch nie gehört. Mir wurde erklärt, dies sei eine pfälzische Neuzüchtung. Wie auch immer: Der Wein war wirklich ausgezeichnet.

Zum Essen empfahl sie mir die Spezialität des Hauses. Unverkennbar auf dem Bild eine Bratwurst, außerdem ein Leberknödel, und natürlich eine Scheibe Pfälzer Saumagen.
Das alles hat wirklich hervorragend geschmeckt. Ich bin ja ein guter Esser. Aber es war mir wirklich zu viel.
Die freundliche Bedienung verstand sofort, und bot mir an, den Rest einzupacken.
Ergebnis ist dieses hübsche Täschchen, mit dem ich mich auf dem Heimweg schmückte.
Der Inhalt hat mir am nächsten Tag, kalt, noch einmal ein herzhaftes, gutes Abendessen beschert.

Bei der freundlichen Bedienung, übrigens eine Schweizerin aus Luzern, bedankte ich mich für ihre Freundlichkeit mit folgenden Worten:
Das Essen hat mir ausgezeichnet geschmeckt,
Der Wein war vorzüglich.
Aber am besten waren Sie als Bedienung.
Darüber hat sie sich sehr gefreut.

Den schönen Tag beendete ich auf meinem Campingstuhl zwischen Büsle und Reben.
Am nächsten Tag fuhr ich in den wenige Kilometer entfernten Ort St. Martin. Geocaching "bescherte" mir eine kleine Wanderung durch die Reben und eine interessante Führung durch den Ort.









Nicht nur im Elsass gibt es schöne Orte. St. Martin hat mir ausgesprochen gut gefallen.






Vor allem wegen der Botschaft, aber nicht nur deshalb hat mich dieser Früchteteppich in der örtlichen Kirche begeistert.
Gutes liegt im Tun

Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass das Bild ausschließlich aus geernteten Früchten besteht.


Das war mein Ausflug in die Pfalz.
Wer gerne weiterlesen möchte: Meine Reise nach Fulda, (Teil 5)